Kennst du das? Du hast dir fest vorgenommen, eine Diät zu machen, aber der Heißhunger lässt dich einfach nicht los? Grund hierfür kann sein, dass der Körper sich einfach zu sehr an den Zucker gewöhnt hat und darum immer wieder danach verlangt.

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Im Moment kann ich zu 100% konsequent sein. Schokolade steht auf dem Wohnzimmertisch und ich bin nicht ein einziges Mal dran gegangen, jeden Morgen widerstehe ich beim Bäcker all den Leckereien und auch wenn mein Mann Süßes isst oder andere Sachen, die ich nach dem Programm nicht darf, macht mir das im Moment überhaupt nichts aus. Auch vom Kuchen, den ein Arbeitskollege in die Küche gestellt hat, hab ich nicht genascht. Ich bin voll motiviert, eisern und habe mein Ziel klar vor Augen.

Dennoch war es ein langer Weg bis hier hin. Das gesamte letzte Jahr hatte ich es immer wieder versucht, doch ich konnte nicht Nein sagen zu Chips, Pommes und Co. Ich habe es mir immer vorgenommen: “Morgen fängst du an”, aber schon morgens beim Bäcker hab ich dann doch wieder das Croissant oder die Pizza-Zunge eingepackt. Und abends wurde immer was Süßes genascht, ich konnte wirklich nicht widerstehen.

Ich habe nur eine Erklärung bzw. Idee dafür. Wenn man sich vom Zucker und den Fertigessen entwöhnt hat, verlangt der Körper nicht mehr danach.
Beispielsweise habe ich beobachtet, dass ich nicht aufhören kann zu essen bei Fertigessen, bis mein Teller leer ist. Ich esse regelrecht, bis der Magen richtig voll ist und fast wehtut. Auch kann ich den ganzen Tag über essen. Klar, dass man dabei stetig zunimmt. Bei gesundem Essen passiert mir das nicht. Ich höre automatisch auf, wenn ich satt bin. Ohne Bauchschmerzen.

Zuckerentzug bzw. Low Carb Grippe zu Beginn des Programms

Zu Beginn des Programms hatte ich auch ein paar Tage leichte Kopfschmerzen. Das sind vermutlich die Folgen des Zuckerentzugs gewesen. In diesem Zusammenhang spricht man auch oft von der Low Carb Grippe. Sogar leichter Schwindel und Abgeschlagenheit können auftreten, aber so schlimm war es bei mir zum Glück nicht. Ich kann nur sagen: Durchhalten lohnt sich.

Mir schmecken beispielsweise auch purer Naturjoghurt und das Müsli, dass ich gemacht habe, ist auch komplett ungesüßt. Und mir fehlt dabei nichts vom Geschmack. Ich verzichte auch so viel es geht auf andere Süßstoffe, einfach, um mir den Süßgeschmack auch ab zu gewöhnen. Hin und wieder braucht man etwas Süße für ein Rezept, dann greife ich gerne auf Xucker oder Xucker light zurück. Aber ich vermeide es, es überall dran zu machen. Hin und wieder werde ich auch mal einen Low Carb-Kuchen backen, aber sowas wird definitiv nicht täglich auf meinem Speiseplan stehen. Das ist ein toller Erfolg für mich und ich hoffe, ich kann das noch lange so beibehalten.

Vor 3 Jahren, mit dem anderen Programm, war ich auch so konsequent. Für etwa ein dreiviertel Jahr. Dann hab ich langsam angefangen mir immer mehr Ausnahmen zu gönnen, bis ich dem Süßen und Co. nicht mehr absagen konnte.
Ich hoffe sehr, dass ich es diesmal länger durchhalten kann. Beim alten Programm hatte man einmal in der Woche einen Cheatday, mit Süßigkeiten und Fastfood. Mensch was hab ich in mich reingestopft. Da erinnert man den Körper quasi an die Zuckersucht. Und jeder Tag nach dem Cheatday viel mir schwer, wieder ins Programm zurück zu finden. Vielleicht war das auch der Fehler auf Dauer. Ein Alkoholiker darf ja auch keinen Alkohol mehr anrühren. Bei diesem Programm gibt es Ladetage, an denen man keine Süßigkeiten sondern nur gesunde Kohlenhydrate darf. Und ich habe gar nicht das Verlangen nach Süßen, genieße meine gesunden Ladetage mit meinen heiß geliebten Nudeln. Aber die Chips, die bleiben im Laden. Vielleicht ist das meine Chance, es diesmal länger durchzuhalten. Drückt mir die Daumen 🙂